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            <title>Sitzung des Studierendenparlaments 24/25 am 12.06.25: Anträge</title>
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                <title>Sitzung des Studierendenparlaments 24/25 am 12.06.25: Anträge</title>
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                        <title>IA1: Gründung des Referats „Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre“ an der Universität Würzburg</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/Grundung-des-Referats-Kunstliche-Intelligenz-im-Studium-Selbstregul-14916</link>
                        <author>Tobias Haase</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Hochschullandschaft in rasantem Tempo. Ob als automatisiertes Feedbacksystem, Prüfungswerkzeug, Lern-/Lehrassistent oder zum schnelleren Verfassen von Hausarbeiten – KI-Technologien eröffnen neue Potenziale und werfen zugleich ethische, didaktische, technische, rechtliche und ökologische Fragen auf. Für uns Studierende entsteht gerade die Chance, mit (generativer) KI nicht nur zu lernen, sondern auch über Lernprozesse neu nachzudenken und die entstehenden Angebote mitzugestalten: individualisiert, adaptiv, kritisch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderungen wird ein studentisches Referat notwendig, das sich den Chancen und Herausforderungen von KI im Studium strukturiert, interdisziplinär und im engen Austausch mit der Universität widmet. Ziel ist es, Studierenden fachübergreifend eine Stimme im Diskurs um die Transformation von Lehren und Lernen durch KI zu geben, Orientierung zu schaffen und verantwortungsvolle Mitgestaltung zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemäß §9 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Studierendenparlaments gründet das Studierendenparlament das neue Referat „Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Aufgabenbereich des Referats ist die Vertretung studentischer Interessen im Zusammenhang mit der Anwendung, Bewertung und Weiterentwicklung von KI-Technologien in der universitären Lehre an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KI in der Lehre wird dabei als fachübergreifendes, systemisches Querschnittsthema verstanden – von der Integration in Vorlesungen und Lernplattformen über Fragen der Prüfungsdidaktik und rechtlichen Rahmenbedinungen bis zur Nutzung von KI-Systemen als individueller Lernassistent, persönlicher Wissensspeicher und interaktiver Prüfungssimulator.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende Aufgaben und Themen werden von dem Referat behandelt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beobachtung und Bewertung aktueller Entwicklungen im Bereich KI und deren Relevanz für Studium und Lehre,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vernetzung interessierter Studierender und Lehrender zur Förderung des interdisziplinären Austauschs und der lehrbezogenen Kommunikation,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kritische Reflexion ethischer, nachhaltiger, medienkompetenzbeogener und datenschutzrechtlicher Fragen im Zusammenhang mit KI-gestütztem Lernen und Lehren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Entwicklung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen zum Einsatz von KI-basierten Tools an unserer Universität,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung des Einsatzes von KI als persönlicher Lernbegleiter im Kontext selbstregulierten Lernens, z. B. zur selbstständigen Lernstandsabfrage, Klausurvorbereitung, Wissensorganisation, oder als digitale Reflexionshilfe im Studium,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusammenarbeit mit universitären Stellen wie dem Zentrum für wissenschaftliche Bildung und Lehre, dem Hochschulrechenzentrum, den Studiendekanaten, Digitalisierungsreferaten, Lehrstühlen, des Medienkomptenzzentrums oder der Bibliothek zur Förderung einer sinnvollen KI-Nutzung,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringen studentischer Perspektiven in hochschulpolitische und curriculare Diskurse über den Einsatz von KI,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusammenarbeit mit externen Netzwerken, Initiativen oder Hochschulverbünden auf Landes- und Bundesebene.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Referat führt, entsprechend der bisher gelebten Praxis in der Studierendenvertretung, seine Aufgaben autonom aus. Es ist in öffentlichen Äußerungen – soweit vorhanden und sachdienlich – an die Beschlüsse des StuPas gebunden.</p></div></div><h2>Begründung des Initiativcharakters</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Innerhalb der nächsten Tage, werden an unserer Universität voraussichtlich einige wichtige Weichen für die zeitnahe Einführung von (generativen) KI-Systemen im studentischen Kontext gestellt und Vorbereitung für den Tag der Lehre 2025 unter dem Thema &quot;Künstliche Intelligenz&quot; getroffen. Wir bereiten schon seit Anfang des Jahres die Etablierung dieses Referats der Studierendenvertretung vor und benötigen nun aber schneller als geplant eine stärkere studentische Stimme, um die studentischen Bedürfnisse und Interessen in die Diskurse einzubringen.</p></div></div><h2>Inhaltliche Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 21:45:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Wiederholungsmöglichkeit für bestandene Prüfungen einführen</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/Wiederholungsmoglichkeit-fur-bestandene-Prufungen-einfuhren-57557</link>
                        <author>Daniel Janke</author>
                        <guid>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/Wiederholungsmoglichkeit-fur-bestandene-Prufungen-einfuhren-57557</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament fordert die Einführung einer Möglichkeit, bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung in allen Modulen zu wiederholen. Die Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Bachelor- und Master-Studiengänge (ASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Lehramtsstudiengänge (LASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sollen entsprechend geändert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An vielen anderen Hochschulen ist es bereits möglich, bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung erneut abzulegen. Absolvent*innen der Universität Würzburg werden damit im späteren Berufsleben benachteiligt, wenn Ihnen diese Möglichkeit verwehrt wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Thema bestanden Prüfungen erneut zur Notenverbesserung erneut ablegen zu können ist bei de rletzten Sitzung des Studierendenparlaments aufgekommen. Ich hatte in der Sitzung zugesagt zur nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag einzureichen. Dies habe ich mit diesem Antrag getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>An anderen Hochschulen ist eine erneute Ablegung von Prüfungsleistungen bereits möglich. Absolvent*innen dieser Hochschulen haben daher aktuell im späteren Berufleben einen Vorteil gegenüber Absolvent*innen unserer Universität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Bereich Lehramt und Rechtswissenschaften ist es bereits jetzt - unter bestimmten Umständen - möglich seine Note durch erneute Ablegung der Prüfung zu verbessern. Es gibt daher bereits heute Studierende der Universität Würzburg, die die Möglichkeit zur Notenverbesserung haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Ausgestaltung der Wiederholungsmöglichkeit ist sehr unterschiedlich geregelt. Teilweise kann nur eine begrenzte Anzahl an Prüfungen wiederholt werden. Teilweise muss die Wiederholung zum nächsten möglichen Prüfungstermin unternommen werden. Die Wiederholung der Abschlussarbeit ist - soweit ersichtlich - immer ausgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ob eine wie auch immer geartete Einschränkung der Widerholungsmöglichkeit vom Studierendenparlament gewollt ist, bleibt der Diskussion auf der Sitzung vorbehalten. Insofern freue ich mich über Änderungsanträge.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 21:12:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Wiederholungsmöglichkeit für bestandene Prüfungen einführen</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/325</link>
                        <author>Daniel Janke</author>
                        <guid>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/325</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament fordert die Einführung einer Möglichkeit, bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung zu wiederholen. Die Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Bachelor- und Master-Studiengänge (ASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Lehramtsstudiengänge (LASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sollen entsprechend geändert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An vielen anderen Hochschulen ist es bereits möglich, bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung erneut abzulegen. Absolvent*innen der Universität Würzburg werden damit im späteren Berufsleben benachteiligt, wenn Ihnen diese Möglichkeit verwehrt wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Thema bestanden Prüfungen erneut zur Notenverbesserung erneut ablegen zu können ist bei de rletzten Sitzung des Studierendenparlaments aufgekommen. Ich hatte in der Sitzung zugesagt zur nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag einzureichen. Dies habe ich mit diesem Antrag getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>An anderen Hochschulen ist eine erneute Ablegung von Prüfungsleistungen bereits möglich. Absolvent*innen dieser Hochschulen haben daher aktuell im späteren Berufleben einen Vorteil gegenüber Absolvent*innen unserer Universität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Bereich Lehramt und Rechtswissenschaften ist es bereits jetzt - unter bestimmten Umständen - möglich seine Note durch erneute Ablegung der Prüfung zu verbessern. Es gibt daher bereits heute Studierende der Universität Würzburg, die die Möglichkeit zur Notenverbesserung haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Ausgestaltung der Wiederholungsmöglichkeit ist sehr unterschiedlich geregelt. Teilweise kann nur eine begrenzte Anzahl an Prüfungen wiederholt werden. Teilweise muss die Wiederholung zum nächsten möglichen Prüfungstermin unternommen werden. Die Wiederholung der Abschlussarbeit ist - soweit ersichtlich - immer ausgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ob eine wie auch immer geartete Einschränkung der Widerholungsmöglichkeit vom Studierendenparlament gewollt ist, bleibt der Diskussion auf der Sitzung vorbehalten. Insofern freue ich mich über Änderungsanträge.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 20:46:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Gedenken an die studentische Bücherverbrennung 1933</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/Gedenken-an-die-studentische-Bucherverbrennung-1933-45326</link>
                        <author>Linke Liste</author>
                        <guid>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/Gedenken-an-die-studentische-Bucherverbrennung-1933-45326</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Gedenken an die studentische Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 möge das Studierendenparlament beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir - als Studierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 92 Jahre nach der Bücherverbrennung - stehen geschlossen für die historische Verantwortung, die sich aus der NS-Zeit ergibt und setzen uns für eine gelebte und multiperspektivische Erinnerungskultur ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor 92 Jahren allerdings waren v.a. Studierende bei der Bücherverbrennung beteiligt. Und auch das gehört zur Erinnerungskultur, zur Demokratiebildung zum „Nie-Wieder“ dazu: Anzuerkennen, dass Menschen in ähnlichen Positionen wie wir sie heute haben – als Studierende, in Hochschulgruppen, etc. – massiv an der Verbreitung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und an den damals begangenen Gräueltaten beteiligt waren. Ein Gedenken kann für uns nur folgerichtig sein, weil auch wir Studierende in Würzburg sind und es deswegen unser Beitrag sein muss, das Übel zu benennen, das Studierende vollbracht haben und daraus die entsprechenden erinnerungspolitischen Konsequenzen zu ziehen. Dazu möchten wir die Erinnerung an die Taten wachhalten und vor Entpolitisierung, Dethematisierung und Dekontextualisierung schützen, die Studierendenschaft für ideologische und strukturelle Kontinuitäten sensibilisieren und Räume für die Perspektiven der Opfer von Entmenschlichung, Verfolgung und Gewalt schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Gedenken gewinnt weiterhin an Wichtigkeit, in einer Zeit, in der offen antidemokratische und wissenschaftsfeindliche Ideologien wieder weltweit erstarken. Die Würzburger Studierendenvertetung darf die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Ein Bekenntnis zum Gedenken, zum Nicht-Schweigen ist ein Bekenntnis zur Demokratie und ihren Werten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der 10. Mai soll zu einem universitätsweiten Gedenktag werden. Hierfür regt das Studierendenparlament an, die Studierenden über die studentische Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 aufzuklären. Eine Aufklärung soll einerseits über die verfügbaren elektronischen Kanäle wie etwa Rundmails an alle Studierenden und den unieigenen Social Media-Accounts erfolgen, sowie zusätzlich durch Aufklärungsangebote wie Vorträge, Workshops oder Ausstellungen. Dabei soll der 10. Mai zusätzlich zum Anlass genommen werden, über die Rolle der Studierenden im Allgemeinen und der Universität Würzburg im NS-Regime zu informieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fällt der 10. Mai auf ein Wochenende, sollen entsprechende Pläne in der Folgewoche umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den (Teil-)Bibliotheken soll in der Woche des 10. Mais durch Aushänge auf die studentische Bücherverbrennung hingewiesen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pläne für den 10. Mai sind in Absprache mit der Studierendenvertretung zu entwerfen. Der Studentische Sprecher*innenrat wird mit der Zusammenarbeit an den Plänen zu diesem Gedenktag beauftragt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Deutsche Studentenschaft (DSt), ein Zusammenschluss der ASten deutscher Hochschulen, war schon vor 1933 von der Ideologie der Nationalsozialisten geprägt. Im April 1933 rief diese Deutsche Studentenschaft ihre Organe zur „Aktion wider den undeutschen Geist“ auf, deren Höhepunkt öffentliche Bücherverbrennungen am 10. Mai sein sollten. In über 20 Städten wurde diesem Aufruf gefolgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch in Würzburg fand diese Bücherverbrennung statt. Am 06. Mai „säuberten“ Würzburger Studierende 13 Leihbüchereien. Maßgeblich verantwortlich waren studentische Zusammenschlüsse wie der Nationalsozialistische Studentenbund oder die „Stahlhelm“-Studentengruppe. Am 10. Mai wurde diese Bücher auf dem Residenzplatz verbrannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die „Aktion wider den undeutschen Geist“ berief sich auf die Bücherverbrennung beim Wartburgfest 1817 und hatte zum Ziel, unliebsame Werke zu vernichten. So schrieb z.B. der NS-Autor Hanns Johst, dass die „nationalsozialistische Revolution“ nicht haltmachen würde „vor den Tischen, an denen gedichtet und geschrieben wird“. Die Studierenden sprachen von der Literatur, die sie verbrannten als „rassefremde, marxistische, bolschewistische und sonstige Zersetzungs- und Schundliteratur“. Goebbels sprach davon, dass die Nation beweisen müsse, sie sei innerlich und äußerlich gereinigt. Der Main-Post-Artikel, der 2013 zum 80ten Jahrestag der Bücherverbrennung erschienen ist, zitiert auch den Ältesten der Würzburger Studentenschaft, Alfons Ilg. Dieser sagte, das deutsche Volk dürfe nicht mit „fremdrassigen und marxistischen Schriftstellern gefüttert“ werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der „Deutschen Kultur-Wacht“, Heft 9, erschienen 1933 heißt es: „Der jüdische Geist, wie er sich in der Welthetze in seiner ganzen Hemmungslosigkeit offenbart, und wie er bereits im deutschen Schrifttum seinen Niederschlag gefunden hat, muss aus diesem ausgemerzt werden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Nationalsozialisten nutzten diese Aktion zur öffentlichen Abschreckung, zur Stummschaltung oppositioneller Stimmen und zu menschenfeindlichster Propaganda. Die Würzburger Studentenschaft beteiligte sich aktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Studierende wollen wir daran erinnern, dass auch wir große Verantwortung haben. Die schreckliche Menschenfeindlichkeit, die sich auch unter den Studierenden breit gemacht hatte, muss weiterhin aufgearbeitet werden. Da dies gar nicht bzw. in unzureichendem Maß geschieht, sehen wir ein Gedenken an die studentische Bücherverbrennung in Würzburg als notwendig und längst überfällig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nützliche Links:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/in-den-flammen-starb-der-geist-art-7459828">https://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/in-den-flammen-starb-der-geist-art-7459828</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.buecherverbrennung.de/orte/buecherverbrennung-in-wuerzburg/">https://www.buecherverbrennung.de/orte/buecherverbrennung-in-wuerzburg/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.spd-veitshoechheim.de/meldungen/10-mai-1933-buecherverbrennung-in-wuerzburg/">https://www.spd-veitshoechheim.de/meldungen/10-mai-1933-buecherverbrennung-in-wuerzburg/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/B%C3%BCcherverbrennungen_(1933)">https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/B%C3%BCcherverbrennungen_(1933)</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://wuerzburgwiki.de/wiki/W%C3%BCrzburg_in_der_Zeit_des_NS-Regimes">https://wuerzburgwiki.de/wiki/W%C3%BCrzburg_in_der_Zeit_des_NS-Regimes</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland">https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 20:37:07 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>IA1: Gründung des Referats „Künstliche Intelligenz im Studium – Selbstreguliertes Lernen und kritisches Denken“ an der Universität Würzburg</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/323</link>
                        <author>Tobias Haase</author>
                        <guid>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/323</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Hochschullandschaft in rasantem Tempo. Ob als automatisiertes Feedbacksystem, Prüfungswerkzeug, Lern-/Lehrassistent oder zum schnelleren Verfassen von Hausarbeiten – KI-Technologien eröffnen neue Potenziale und werfen zugleich ethische, didaktische, technische, rechtliche und ökologische Fragen auf. Für uns Studierende entsteht gerade die Chance, mit (generativer) KI nicht nur zu lernen, sondern auch über Lernprozesse neu nachzudenken und die entstehenden Angebote mitzugestalten: individualisiert, adaptiv, kritisch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderungen wird ein studentisches Referat notwendig, das sich den Chancen und Herausforderungen von KI im Studium strukturiert, interdisziplinär und im engen Austausch mit der Universität widmet. Ziel ist es, Studierenden fachübergreifend eine Stimme im Diskurs um die Transformation von Lehren und Lernen durch KI zu geben, Orientierung zu schaffen und verantwortungsvolle Mitgestaltung zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemäß §9 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Studierendenparlaments gründet das Studierendenparlament das neue Referat „Künstliche Intelligenz im Studium – Selbstreguliertes Lernen und kritisches Denken“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Aufgabenbereich des Referats ist die Vertretung studentischer Interessen im Zusammenhang mit der Anwendung, Bewertung und Weiterentwicklung von KI-Technologien in der universitären Lehre an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KI in der Lehre wird dabei als fachübergreifendes, systemisches Querschnittsthema verstanden – von der Integration in Vorlesungen und Lernplattformen über Fragen der Prüfungsdidaktik und rechtlichen Rahmenbedinungen bis zur Nutzung von KI-Systemen als individueller Lernassistent, persönlicher Wissensspeicher und interaktiver Prüfungssimulator.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Folgende Aufgaben und Themen werden von dem Referat behandelt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beobachtung und Bewertung aktueller Entwicklungen im Bereich KI und deren Relevanz für Studium und Lehre,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vernetzung interessierter Studierender und Lehrender zur Förderung des interdisziplinären Austauschs und der lehrbezogenen Kommunikation,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kritische Reflexion ethischer, nachhaltiger, medienkompetenzbeogener und datenschutzrechtlicher Fragen im Zusammenhang mit KI-gestütztem Lernen und Lehren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Entwicklung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen zum Einsatz von KI-basierten Tools an unserer Universität,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung des Einsatzes von KI als persönlicher Lernbegleiter im Kontext selbstregulierten Lernens, z. B. zur selbstständigen Lernstandsabfrage, Klausurvorbereitung, Wissensorganisation, oder als digitale Reflexionshilfe im Studium,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusammenarbeit mit universitären Stellen wie dem Zentrum für wissenschaftliche Bildung und Lehre, dem Hochschulrechenzentrum, den Studiendekanaten, Digitalisierungsreferaten, Lehrstühlen, des Medienkomptenzzentrums oder der Bibliothek zur Förderung einer sinnvollen KI-Nutzung,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbringen studentischer Perspektiven in hochschulpolitische und curriculare Diskurse über den Einsatz von KI,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusammenarbeit mit externen Netzwerken, Initiativen oder Hochschulverbünden auf Landes- und Bundesebene.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Referat führt, entsprechend der bisher gelebten Praxis in der Studierendenvertretung, seine Aufgaben autonom aus. Es ist in öffentlichen Äußerungen – soweit vorhanden und sachdienlich – an die Beschlüsse des StuPas gebunden.</p></div></div><h2>Begründung des Initiativcharakters</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Innerhalb der nächsten Tage, werden an unserer Universität voraussichtlich einige wichtige Weichen für die zeitnahe Einführung von (generativen) KI-Systemen im studentischen Kontext gestellt und Vorbereitung für den Tag der Lehre 2025 unter dem Thema &quot;Künstliche Intelligenz&quot; getroffen. Wir bereiten schon seit Anfang des Jahres die Etablierung dieses Referats der Studierendenvertretung vor und benötigen nun aber schneller als geplant eine stärkere studentische Stimme, um die studentischen Bedürfnisse und Interessen in die Diskurse einzubringen.</p></div></div><h2>Inhaltliche Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 18:18:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Wiederholungsmöglichkeit für bestandene Prüfungen einführen</title>
                        <link>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/322</link>
                        <author>Daniel Janke</author>
                        <guid>https://stupa.stuv-wue.de/web/StuPa_25-06-12/motion/322</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Studierendenparlament fordert die Einführung einer Möglichkeit bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung zu wiederholen. Die Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Bachelor- und Master-Studiengänge (ASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung<br>
für die Lehramtsstudiengänge (LASPO) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sollen entsprechend geändert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An vielen anderen Hochschulen ist es bereits möglich bestandene Prüfungen zur Notenverbesserung erneut ablegen zu können. Absolvent*innen der Universität Würzburg werden damit im späteren Berufsleben benachteiligt, wenn Ihnen diese Möglichkeit verwehrt wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Thema bestanden Prüfungen erneut zur Notenverbesserung erneut ablegen zu können ist bei de rletzten Sitzung des Studierendenparlaments aufgekommen. Ich hatte in der Sitzung zugesagt zur nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag einzureichen. Dies habe ich mit diesem Antrag getan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>An anderen Hochschulen ist eine erneute Ablegung von Prüfungsleistungen bereits möglich. Absolvent*innen dieser Hochschulen haben daher aktuell im späteren Berufleben einen Vorteil gegenüber Absolvent*innen unserer Universität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Bereich Lehramt und Rechtswissenschaften ist es bereits jetzt - unter bestimmten Umständen - möglich seine Note durch erneute Ablegung der Prüfung zu verbessern. Es gibt daher bereits heute Studierende der Universität Würzburg, die die Möglichkeit zur Notenverbesserung haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Ausgestaltung der Wiederholungsmöglichkeit ist sehr unterschiedlich geregelt. Teilweise kann nur eine begrenzte Anzahl an Prüfungen wiederholt werden. Teilweise muss die Wiederholung zum nächsten möglichen Prüfungstermin unternommen werden. Die Wiederholung der Abschlussarbeit ist - soweit ersichtlich - immer ausgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ob eine wie auch immer geartete Einschränkung der Widerholungsmöglichkeit vom Studierendenparlament gewollt ist, bleibt der Diskussion auf der Sitzung vorbehalten. Insofern freue ich mich über Änderungsanträge.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 06 Jun 2025 15:57:24 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Gedenken an die studentische Bücherverbrennung 1933</title>
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                        <author>Linke Liste</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Gedenken an die studentische Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 möge das Studierendenparlament beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir - als Studierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 92 Jahre nach der Bücherverbrennung - stehen geschlossen für die historische Verantwortung, die sich aus der NS-Zeit ergibt und setzen uns für eine gelebte und multiperspektivische Erinnerungskultur ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor 92 Jahren allerdings waren v.a. Studierende bei der Bücherverbrennung beteiligt. Und auch das gehört zur Erinnerungskultur, zur Demokratiebildung zum „Nie-Wieder“ dazu: Anzuerkennen, dass Menschen in ähnlichen Positionen wie wir sie heute haben – als Studierende, in Hochschulgruppen, etc. – massiv an der Verbreitung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und an den damals begangenen Gräueltaten beteiligt waren. Ein Gedenken kann für uns nur folgerichtig sein, weil auch wir Studierende in Würzburg sind und es deswegen unser Beitrag sein muss, das Übel zu benennen, das Studierende vollbracht haben und daraus die entsprechenden erinnerungspolitischen Konsequenzen zu ziehen. Dazu möchten wir die Erinnerung an die Taten wachhalten und vor Entpolitisierung, Dethematisierung und Dekontextualisierung schützen, die Studierendenschaft für ideologische und strukturelle Kontinuitäten sensibilisieren und Räume für die Perspektiven der Opfer von Entmenschlichung, Verfolgung und Gewalt schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Gedenken gewinnt weiterhin an Wichtigkeit, in einer Zeit, in der offen antidemokratische und wissenschaftsfeindliche Ideologien wieder weltweit erstarken. Die Würzburger Studierendenvertetung darf die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Ein Bekenntnis zum Gedenken, zum Nicht-Schweigen ist ein Bekenntnis zur Demokratie und ihren Werten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der 10. Mai soll zu einem universitätsweiten Gedenktag werden. Hierfür ist die Universitätsleitung aufgefordert, die Studierenden über die studentische Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 aufzuklären. Eine Aufklärung soll einerseits über die verfügbaren elektronischen Kanäle wie etwa Rundmails an alle Studierenden und den unieigenen Social Media-Accounts erfolgen, sowie zusätzlich durch Aufklärungsangebote wie Vorträge, Workshops oder Ausstellungen. Dabei soll der 10. Mai zusätzlich zum Anlass genommen werden, über die Rolle der Studierenden im Allgemeinen und der Universität Würzburg im NS-Regime zu informieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fällt der 10. Mai auf ein Wochenende, sollen entsprechende Pläne in der Folgewoche umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den (Teil-)Bibliotheken soll in der Woche des 10. Mais durch Aushänge auf die studentische Bücherverbrennung hingewiesen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Pläne für den 10. Mai sind in Absprache mit der Studierendenvertretung zu entwerfen. Der Studentische Sprecher*innenrat wird mit der Zusammenarbeit an den Plänen zu diesem Gedenktag beauftragt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Deutsche Studentenschaft (DSt), ein Zusammenschluss der ASten deutscher Hochschulen, war schon vor 1933 von der Ideologie der Nationalsozialisten geprägt. Im April 1933 rief diese Deutsche Studentenschaft ihre Organe zur „Aktion wider den undeutschen Geist“ auf, deren Höhepunkt öffentliche Bücherverbrennungen am 10. Mai sein sollten. In über 20 Städten wurde diesem Aufruf gefolgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch in Würzburg fand diese Bücherverbrennung statt. Am 06. Mai „säuberten“ Würzburger Studierende 13 Leihbüchereien. Maßgeblich verantwortlich waren studentische Zusammenschlüsse wie der Nationalsozialistische Studentenbund oder die „Stahlhelm“-Studentengruppe. Am 10. Mai wurde diese Bücher auf dem Residenzplatz verbrannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die „Aktion wider den undeutschen Geist“ berief sich auf die Bücherverbrennung beim Wartburgfest 1817 und hatte zum Ziel, unliebsame Werke zu vernichten. So schrieb z.B. der NS-Autor Hanns Johst, dass die „nationalsozialistische Revolution“ nicht haltmachen würde „vor den Tischen, an denen gedichtet und geschrieben wird“. Die Studierenden sprachen von der Literatur, die sie verbrannten als „rassefremde, marxistische, bolschewistische und sonstige Zersetzungs- und Schundliteratur“. Goebbels sprach davon, dass die Nation beweisen müsse, sie sei innerlich und äußerlich gereinigt. Der Main-Post-Artikel, der 2013 zum 80ten Jahrestag der Bücherverbrennung erschienen ist, zitiert auch den Ältesten der Würzburger Studentenschaft, Alfons Ilg. Dieser sagte, das deutsche Volk dürfe nicht mit „fremdrassigen und marxistischen Schriftstellern gefüttert“ werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der „Deutschen Kultur-Wacht“, Heft 9, erschienen 1933 heißt es: „Der jüdische Geist, wie er sich in der Welthetze in seiner ganzen Hemmungslosigkeit offenbart, und wie er bereits im deutschen Schrifttum seinen Niederschlag gefunden hat, muss aus diesem ausgemerzt werden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Nationalsozialisten nutzten diese Aktion zur öffentlichen Abschreckung, zur Stummschaltung oppositioneller Stimmen und zu menschenfeindlichster Propaganda. Die Würzburger Studentenschaft beteiligte sich aktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Studierende wollen wir daran erinnern, dass auch wir große Verantwortung haben. Die schreckliche Menschenfeindlichkeit, die sich auch unter den Studierenden breit gemacht hatte, muss weiterhin aufgearbeitet werden. Da dies gar nicht bzw. in unzureichendem Maß geschieht, sehen wir ein Gedenken an die studentische Bücherverbrennung in Würzburg als notwendig und längst überfällig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nützliche Links:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/in-den-flammen-starb-der-geist-art-7459828">https://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/in-den-flammen-starb-der-geist-art-7459828</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.buecherverbrennung.de/orte/buecherverbrennung-in-wuerzburg/">https://www.buecherverbrennung.de/orte/buecherverbrennung-in-wuerzburg/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.spd-veitshoechheim.de/meldungen/10-mai-1933-buecherverbrennung-in-wuerzburg/">https://www.spd-veitshoechheim.de/meldungen/10-mai-1933-buecherverbrennung-in-wuerzburg/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/B%C3%BCcherverbrennungen_(1933)">https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/B%C3%BCcherverbrennungen_(1933)</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://wuerzburgwiki.de/wiki/W%C3%BCrzburg_in_der_Zeit_des_NS-Regimes">https://wuerzburgwiki.de/wiki/W%C3%BCrzburg_in_der_Zeit_des_NS-Regimes</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland">https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 09:57:57 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>