Veranstaltung: | Sitzung des Studierendenparlaments 24/25 am 05.08.25 |
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Tagesordnungspunkt: | 3.2. Wahl der Leitung für das Referat KI |
Antragsteller*in: | Charlotte Meynhardt |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 05.08.2025, 12:02 |
B1: Charlotte Meynhardt
Selbstvorstellung
Sehr geehrter StuPa-Vorsitz,
sehr geehrte Mitglieder des Studierendenparlaments,
hiermit bewerbe ich mich um die Leitung des neu gegründeten Referats „Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Als Medizinstudentin mit einem starken Interesse an KI-gestütztem Lernen arbeite ich seit mehreren Semestern aktiv an der Schnittstelle von Technologie, Didaktik und klinischer Ausbildung. Aktuell entwickle ich einen KI-basierten Lernbuddy für die Anästhesiologie und Palliativmedizin, der Medizinstudierende sowie Assistenzärzt:innen beim selbstregulierten Lernen und bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt. Das Projekt befindet sich momentan in der Evaluation und wird im Rahmen der Lehrveranstaltungen eingesetzt. Seit dem Sommersemester 2024 bin ich zudem an der Erstellung der Anästhesieklausur beteiligt und bringe dort systematisch KI-basierte Tools zur Klausuranalyse und -vorbereitung ein.
Ich bin überzeugt, dass die Einführung eines KI-Referats nicht nur technologische Entwicklungen begleitet, sondern auch neue Räume für Partizipation, Reflexion und Gestaltung der KI-Integration an der Universität Würzburg durch Studierende schafft. Mein Antrieb ist es, Studierende nicht nur als Nutzer:innen (Top-down-Approach der Universität), sondern als aktive Mitgestalter:innen (strukturell gestützter Bottom-UpApproach) der digitalen Transformation zu stärken. KI darf nicht nur als Effizienzversprechen verstanden werden, vielmehr fordert sie uns auch heraus, Lernkultur, Prüfungsformate und Fragen der Chancengerechtigkeit neu zu denken
Ziele für meine Amtszeit:
1. Aufbau einer hochschulweiten Plattform für studentische KI-Projekte: Ich möchte ein Forum schaffen, das studentische Projekte, Forschungsansätze und kritische Auseinandersetzungen mit KI in Studium und Lehre sichtbar macht, vernetzt und fördert. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu etablieren, in der Kooperationen zwischen Fachschaften, Initiativen (z. B. VerAIn), Lehrenden und externen Partnern entstehen können - etwa durch Projektbörsen, Ideenwerkstätten oder gemeinsame Veranstaltungen.
2. KI-Kompetenzförderung durch Peer-Angebote: In enger Zusammenarbeit mit Studierenden und dem Referat für Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre sollen niedrigschwellige Lernangebote entwickelt werden - von Hands-on-Workshops zu Prompt Design, Open-Source-Tools und datensensibler Recherche bis hin zu Formaten, die ethische und wissenschaftliche Fragen im Umgang mit KI (z. B. im Rahmen von Haus- und Abschlussarbeiten) adressieren.
3. Partizipation in universitären Digitalstrategien: Das Referat soll Impulse in Gremien und Kommissionen einbringen, z. B. bei der Mitentwicklung der KI-Leitlinie und der Evaluation von KI-gestützten Lernformen, wie z.B. OneTutor.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Fachschaften, dem Zentrum für künstliche Intelligenz (CAIDAS) sowie der Hochschuldidaktik möchte ich Synergien schaffen, um bestehende Initiativen zu vernetzen, gezielt weiterzuentwickeln und Raum für innovative Formate zu eröffnen. Dabei ist mir eine transparente, partizipative Kommunikation mit den Studierenden besonders wichtig - etwa in Form von regelmäßigen Sprechstunden, digitalen Austauschformaten oder offenen Projektwerkstätten.
Auch ohne hochschulpolitisches Mandat habe ich die mediznische Lehre und Digitalisierung aktiv mitgestaltet - als Co-Entwicklerin KI-gestützter Lernmittel, Mitwirkende bei der Anästhesieklausur und durch die wissenschaftliche Evaluation eigener Projekte. Erfahrungen in interdisziplinärer Projektarbeit, Konzeptentwicklung und Wissenschaftskommunikation bringe ich mit. Ich freue mich darauf, das Referat von Beginn an mit Offenheit, Expertise und Neugier aufzubauen.