IA1: Gegen die Einführung des Semester-Rankings
Veranstaltung: | Sitzung des Studierendenparlaments 24/25 am 05.08.25 |
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Antragsteller*in: | Stefanie Griebsch |
Status: | Modifiziert |
Antragshistorie: | Version 1(05.08.2025) |
Veranstaltung: | Sitzung des Studierendenparlaments 24/25 am 05.08.25 |
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Antragsteller*in: | Stefanie Griebsch |
Status: | Modifiziert |
Antragshistorie: | Version 1(05.08.2025) Version 6 |
Das Studierendenparlament beschließt:
1. Wir halten die Einführung der Semester-Ranking Funktion auf WueStudy für
höchst problematisch.
2. Wir fordern eine Stellungnahme der Universitätsleitung zu den Hintergründen
der Veröffentlichung der Semesterrankings auf Wuestudy, inklusive
datenschutzrechtlicher Prüfung dessen.
2. Wir fordern die sofortige, vorrübergehende Abschaffung derselben über alle
Institute, Lehrstühle und Studiengänge hinweg; diese Abschaffung kann durch
Mitsprache der Studierendenvertretung (SSR) aufgehoben werden.
3. Wir fordern Mitsprache bei der Einführung neuer, die Noten betreffender
Funktionen auf WueStudy.
4. Die schon vorhandene Funktion eines auf Anfrage einsehbaren
Studierendenrankings, soll ebenfalls auf Datenschutzrecht und Benachteiligung
der Studierenden geprüft werden.
5. Darüber hinaus sprechen wir uns auch vorübergehend gegen andere zugängliche
Veröffentlichungen von Semester-Rankings in jeglicher Form aus.
6. Für die Umsetzung der Punkte 1-4 beauftragen wir den Studentischen
Sprecher*innenrat.
Das Studierendenparlament beschließt:
1. Wir halten die Einführung der Semester-Ranking Funktion auf WueStudy für höchst problematisch.
2. Wir fordern eine Stellungnahme der Universitätsleitung zu den Hintergründen der Veröffentlichung der Semesterrankings auf Wuestudy, inklusive datenschutzrechtlicher Prüfung dessen.23. Wir fordern die sofortige, vorrübergehende Abschaffung derselben über alle Institute, Lehrstühle und Studiengänge hinweg; diese Abschaffung kann durch Mitsprache der Studierendenvertretung (SSR) aufgehoben werden.34. Wir fordern Mitsprache bei der Einführung neuer, die Noten betreffender Funktionen auf WueStudy.45. Die schon vorhandene Funktion eines auf Anfrage einsehbaren Studierendenrankings, soll ebenfalls auf Datenschutzrecht und Benachteiligung der Studierenden geprüft werden.56. Darüber hinaus sprechen wir uns auch vorübergehend gegen andere zugängliche Veröffentlichungen von Semester-Rankings in jeglicher Form aus.
6. Für die Umsetzung der Punkte 1-45 beauftragen wir den Studentischen Sprecher*innenrat.
Die Funktion wurde zum Monatsstart ohne Vorankündigung gestartet. Da das Sommersemester nahezu beendet ist und nun die Noten verbucht werden, ist ein dringender Beschluss nötig, um, wenn möglich, die Funktion schnellstmöglich zu entfernen. Zum Start des Wintersemesters sollte eine Entscheidung getroffen worden sein.
Die am 01.08.2025 eingeführte Semester-Ranking-Funktion auf WueStudy sieht die Fachschaftsinitiative Psychologie als höchst kritisch an.
Gerade im Bachelor Psychologie erleben viele Studierende einen erheblichen Notendruck, unter anderem wegen der nicht ausreichenden Anzahl an Masterplätzen. Dieses Ranking verstärkt diesen Druck immens.
Der direkte Vergleich auf Basis der Gesamtnote kann entmutigend und frustrierend wirken, besonders für Studierende, die ohnehin mit Belastungen zu kämpfen haben. Auch der soziale Druck innerhalb des Jahrgangs könnte steigen und damit erhöhtes Konkurrenzdenken oder weniger solidarisches Verhalten zur Folge haben.
Auch auf technischer Ebene ist die Vergleichsbasis dieser Funktion fragwürdig. Da Studienverläufe unterschiedlich aussehen können, werden Leistungen miteinander verglichen, die nicht direkt vergleichbar sind (Anzahl ECTS-Punkte und sinkende Anzahl Studierender in höheren Fachsemestern).
Psychologie ist ein Fach mit starkem Deckeneffekt innerhalb der Noten. Die Preisgabe der Notenschnitte ist datenschutzrechtlich ohnehin eine Grauzone und somit kritisch zu betrachten. Durch die geringe Anzahl an höheren Noten kann leicht ermittelt werden, welche Person betroffen ist und zugleich kann mit jedem veröffentlichten Dokument errechnet werden, was für eine Note diese Person bekommen hat. Zudem kann es insbesondere für diese Studierenden als sehr belastend erlebt werden, zu sehen, dass sie zum Teil mit großem Abstand hinter den Noten ihrer Kommiliton*innen liegen.
Auch sonst ist die ständige Verfügbarkeit des Dokuments problematisch. Den Nutzen in Bewerbungen sehen wir als keine Rechtfertigung.