Auch Militärdienstleistend sollten eine Chance auf Weiterbildungen haben.
| Antrag: | Universität für die Gesellschaft: Ehrenamt an der Universität Würzburg stärken |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Phil Kuhn |
| Status: | Zurückgezogen |
| Eingereicht: | Heute, 19:46 |
| Antrag: | Universität für die Gesellschaft: Ehrenamt an der Universität Würzburg stärken |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Phil Kuhn |
| Status: | Zurückgezogen |
| Eingereicht: | Heute, 19:46 |
Zahlreiche Studierende und Kolleg*innen der Julius-Maximilians-Universität
engagieren sich ehrenamtlich in Hochschulpolitik, zivilgesellschaftlichen
Initiativen und Vereinen. Sie stärken mit ihrem Einsatz die Würzburger
Stadtgesellschaft und leisten einen wichtigen Dienst für die Gemeinschaft.
Hierfür gilt Ihnen Lob und Anerkennung.
Dennoch gibt es insbesondere Ehrenämter, die für die unmittelbare und
verzugslose Hilfe in Unglücks- und Krisensituationen unverzichtbar sind.Das
Studierendenparlament begrüßt deshalb insbesondere das freiwillige Engagement
von Mitgliedern der Universitätsgemeinschaft in ehrenamtlichen Organisationen
des Zivil- und Katastrophenschutzes.
Da sowohl in der Grundordnung, als auch in der Allgemeinen Studien- und
Prüfungsordnung (ASPO) keine Berücksichtigung von strukturtragenden Ehrenämtern
stattfindet, sind Studierende unter anderem bei längeren Fort- und
Weiterbildungsmaßnahmen darauf angewießen, dass ihr Fehlen in
Lehrveranstaltungen von den Prüfer*innen und dem Prüfungsausschuss als
„Entschuldigt“ zählen gelassen wird. Auch bei Dienstrufen (z.B. Feuerwehr und
Rettungsdienst) gibt es - im Gegensatz zu einzelnen landesrechtlichen Vorgaben -
keine Verpflichtung von universitärer Seite aus, den spontanen Austritt aus
Lehrveranstaltungen nicht negativ anzurechnen. Das führt bei ehrenamtlich
aktiven Studierenden dazu, dass sie teilweise nicht an Weiterbildungen
teilnehmen und Unsicherheit über die prüfungsrechtliche Frage wegen des Fehlens
entstehen.
Das Studierendenparlament beauftragt den Studentischen Sprecher*innenrat damit,
sich gegenüber der Universität dafür einzusetzen, dass in der Allgemeinen
Studien- und Prüfungsordnung (ASPO) festgehalten wird
Weiterhin beauftragt das Studierendenparlament den studentischen
Sprecher*innenrat damit sich dafür einsetzen, dass eine universitäre
Kontaktstelle für ehrenamtliches Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz für
betroffene Studierende etabliert werden und, dass aufder neuen Website der
Universität über die Relevanz und Sonderstellung von Ehrenamt informiert wird,
sodass die Informationen für prüfungsrelevante Fragen niederschwellig verfügbar
sind.
Im Falle einer Umsetzung soll sich der studentische Sprecher*innenrat dafür
einsetzen, dass die Dekan*innen der Fakultäten dazu angehalten werden, ihre
Prüfungsausschüsse über diese Neuerung zu informieren.Die Fachschaften mögen
ihren studentischen Mitgliedern in den Prüfungsausschüssen nahe legen, die
Einhaltung dieses Beschlusses zu prüfen.
Auch Militärdienstleistend sollten eine Chance auf Weiterbildungen haben.